Nonogramme

Nonogramme wurden in den späten 1980ern von der japanischen Designerin Non Ishida erfunden. Die Idee für ein Rätsel, dessen Lösung aus schwarzen und weißen Kästchen besteht, bekam sie durch einen Wettbewerb, bei dem es darum ging, Bilder in/auf Wolkenkratzern zu erschaffen, indem in bestimmten Zimmern das Licht an- bzw. ausgeschaltet wurde. Andere Namen für diese Rätselart sind Japanische Rätsel, Hanjie, Griddlers, Pic-a-Pix, Paint-by-Numbers.

Regeln

Nonogramme sind knifflige Logik-Rätsel, die Sie am Ende mit einem Lösungsbild belohnen. Füllen Sie manche Kästchen aus und markieren Sie andere als frei — Schritt für Schritt kommen Sie dem Ziel näher. Dabei liefern Ihnen die Zahleninformationen am linken und oberen Rand alle nötigen Informationen. Sie müssen (und dürfen) nie raten! Allein Ihr logischer Verstand ist gefragt!

Regeln für schwarz-weiße Nonogramme

  • Jede Zahl steht für die Länge eines Kästchen-Blocks (Gruppierung schwarzer Kästchen).
  • Die Reihenfolge der Zahlen entspricht genau der tatsächlichen Reihenfolge der Kästchen-Blöcke.
  • Die Länge und die Abfolge der Blöcke ist also bekannt, nicht jedoch deren exakte Position.
  • Zwischen zwei schwarzen Blöcken muss sich stets mindestens ein freies Kästchen befinden!

Regeln für farbige Nonogramme

Farb-Nonogramme funktionieren im Prinzip genauso wie die schwarz-weißen Nonogramme. Zwei Dinge gibt es aber zu beachten:

  • Die Farbe einer Zahleninformation gibt die Farbe des Kästchenblocks vor.
  • Zwischen zwei verschiedenfarbigen Blöcken muss nicht unbedingt ein freies Kästchen sein.

Beispiel

Beispiel für ein schwarz-weißes Nonogramm
Im Folgenden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie man ein kleines schwarz-weißes Nonogramm löst. Normale Nonogramme sind natürlich größer und aus ihnen ergibt sich dann ein richtiges Bild.
Schritt 1
Beginnen wir mit Zeile 2: Dort soll ein 2er-Block gefolgt von einem 1er-Block positioniert werden. Dafür gibt es insgesamt drei Möglichkeiten. (Es muss immer mindestens ein freies Kästchen zwischen zwei gleichfarbigen – hier: schwarzen – Blöcken sein!) Diese drei Anordnungs­möglichkeiten sind unten gezeigt, und man sieht, dass auf jeden Fall das zweite Kästchen der Zeile schwarz sein muss. Deshalb malen wir es an.
Hinweis: Wie Sie auch bei größeren Nonogrammen den Durch- und Überblick für solche Schritte behalten, erklären wir Ihnen bei "Lösungstechniken" (Stichwort Verschiebetechnik).
Schritt 2
Machen wir weiter in der letzten Zeile. Dort ist ein 3er-Block zu positionieren. Auch hierfür gibt es nur drei Möglichkeiten, die unten skizziert sind. In jedem der drei möglichen Fälle ist das dritte Kästchen der Zeile schwarz; deshalb malen wir es schwarz an.
Schritt 3
In Spalte 3 soll es einen 3er-Block geben. Da ganz unten bereits ein Kästchen schwarz ist, ist die genaue Position des 3er-Blocks bekannt. Wir tragen ihn vollständig ein und können die Zahleninfo "3" durchstreichen.
Weil außer diesem Block kein anderer Block in der Spalte gefordert ist, können wir die zwei verbleibenden Kästchen als frei markieren (mit einem kleinen Punkt).
Hinweis: Generell gilt: Immer wenn Sie wissen, dass ein Kästchen frei bleiben muss, markieren Sie dieses Kästchen mit einem Punkt!
Schritt 4
In Zeile 2 ist die Position des 2er-Blocks nun eindeutig.
In Zeile 3 wissen wir zwar nicht, ob das bereits schwarz gefüllte Kästchen der erste oder der zweite 1er-Block ist. Da in dieser Zeile aber nur 1er-Blöcke vorkommen sollen, können wir das Kästchen links und das Kästchen rechts als frei markieren.
In Zeile 4 können alle verbleibenden Kästchen als frei markiert werden, da der geforderte 1er-Block bereits existiert.
Schritt 5
In Spalte 1 gibt es nur noch eine Möglichkeit für den 1er-Block (denn er muss ja durch mindestens ein freies Kästchen vom 2er-Block getrennt sein).
Spalte 2 können wir sogar vollständig abschließen.
Schritt 6
In der ersten Zeile ist nun die Position des 2er-Blocks eindeutig. Wir können diese Zeile abschließen.
Dasselbe gilt für die letzte Zeile.
Schritt 7
In den Spalten 1 und 4 ist die Situation jetzt auch klar. Wir können sie abschließen.
Schritt 8
Schließlich können auch Zeile 2 und Zeile 3 leicht vervollständigt werden.
Das Nonogramm ist gelöst!

Lösungstechniken

Auch wenn man die Nonogramm-Regeln kennt, ist aller Anfang schwer. Hier zeigen wir Ihnen die wichtigsten Techniken, um Nonogramme erfolgreich zu lösen.

Verschiebetechnik (1)

(a)

Wo der 7er-Block in Abbildung (a) genau ist, weiß man nicht, aber es gibt einige Kästchen, die auf jeden Fall schwarz sind. Wie findet man sie? Man platziert den Block in Gedanken (oder mithilfe von Abzählpfeilen, siehe unten) so weit links wie möglich und so weit rechts wie möglich. Dort, wo sich die beiden Extremfälle überschneiden, befindet sich auf jeden Fall ein Teil des Blocks, und wir können die entsprechenden Kästchen schwarz anmalen. Wenn man Nonogramme auf Papier spielt, macht man für gewöhnlich leichte Markierungen, wenn man die Kästchen von beiden Seiten abzählt. Mit dem Abzähl-Modus und den blauen Abzählpfeilen unserer App "Let’s IQ Nonogram" ist dies auch auf dem Bildschirm möglich!

(b)

Gibt es hingegen keine Überschneidung wie mit dem 4er-Block in Abbildung (b), können keine Kästchen eingefärbt werden.

Verschiebetechnik (2)

(c)

Die Verschiebetechnik lässt sich natürlich auch anwenden, wenn es mehr als einen Block in der betreffenden Zeile oder Spalte gibt, siehe dazu Abbildung (c). Wieder platziert man in Gedanken (oder mithilfe der Abzählpfeile) die Blöcke so weit links wie möglich. Wichtig ist, daran zu denken, dass zwischen zwei gleichfarbigen Blöcken mindestens ein Kästchen frei sein muss. Dann platziert man die Blöcke so weit rechts wie möglich. Dort, wo es Überschneidungen desselben Blocks gibt, können die Kästchen angemalt werden.

Verschiebetechnik (3)

(d)

Wenn wie in Abbildung (d) schon Kästchen bestimmt sind, können diese bei der gedanklichen Verschiebung mit berücksichtigt werden, um evtl. noch mehr Überschneidung zu erreichen. In unserem Beispiel bedeutet dies konkret: Der 2er-Block kann wegen des bereits als frei markierten Kästchens nicht weiter links platziert werden. Bei der Gegenrichtung kann der 4er-Block nicht weiter rechts als gezeigt positioniert werden. Dadurch ergibt sich mehr Überschneidung als im vorherigen Beispiel.

Verschiebetechnik (4)

(e)

Da bei farbigen Nonogrammen zwischen zwei verschiedenfarbigen Blöcken nicht unbedingt ein freies Kästchen sein muss, reihen sich die Abzählpfeile, die zu unterschiedlichen Farben gehören, generell ohne Zwischenraum aneinander (dies wird im Beispiel (e) beim Zählen von links nach rechts gezeigt).
Bei farbigen Nonogrammen kann jedoch noch zusätzlich Information gewonnen werden: Betrachtet man eine Zeile, können die Zahleninfos aus den Spalten (und auch die bereits in den Spalten eingetragenen Kästchen) wichtige Informationen liefern. (Analog dazu kann man bei der Betrachtung einer Spalte auch Informationen aus den Zeilen gewinnen.)
In unserem konkreten Beispiel soll es in der 6. Spalte nur einen schwarzen 7er-Block geben. Das sagt uns, dass der rote 4er-Block der betrachteten Zeile nicht die 6. Spalte treffen kann. Die Extrempositionierung des 4er-Blocks liegt somit drei Kästchen weiter links als ohne diese Zusatzinformation.

Weitere Beispiele

(f)

Das erste Kästchen der Zeile in Beispiel (f) kann nicht schwarz sein, da der erste Block ein 2er-Block sein soll, der wegen des bereits als frei markierten Kästchens nur rechts davon platziert werden kann. Das erste Kästchen muss also frei sein.

(g)

Das Kästchen zwischen den bereits schwarz markierten Feldern in Beispiel (g) kann nicht schwarz sein, da es in der Zeile keinen Block mit drei oder mehr Kästchen gibt. Wir markieren es also als frei.

(h)

Das in Abbildung (h) schon vorhandene schwarze Kästchen gehört eindeutig zum 4er-Block und nicht zum 1er-Block. (Denn links davon könnte kein 4er-Block plus Zwischenkästchen platziert werden.) Wenn man den 4er-Block in Gedanken so weit links wie möglich anordnet, bleibt das erste Kästchen der Zeile frei. Wir markieren es deshalb als solches.

(i)

Das bereits existierende schwarze Kästchen in Beispiel (i) gehört eindeutig zum 3er-Block. Damit ist dessen Position exakt bestimmt und wir können die zwei anderen Kästchen auch noch schwarz ausmalen. Den 3er-Block schließen wir mit einem freien Kästchen ab.

(j)

Das schwarze, schon vorhandene Kästchen von Beispiel (j) gehört sicher zum 4er-Block. Wenn man den Block in Gedanken verschiebt, ist das Kästchen rechts neben dem vorhandenen immer schwarz, weil man den 4er-Block nicht weiter links platzieren könnte.

Techniken bei farbigen Nonogrammen

In Abbildung (e) wurde bereits auf die farbigen Nonogramme eingegangen. Hier folgen drei weitere Beispiele, die speziell Situationen bei farbigen Nonogrammen zeigen.

(k)
In der ersten Zeile soll ein schwarzer 1er-Block platziert werden. Da in den Spalten 4 und 5 nur rote Blöcke vorgesehen sind, müssen die Schnittpunkte frei sein. In Spalte 2 gibt es zwar einen schwarzen 2er-Block, aber über ihm soll es einen roten 1er-Block geben. Deswegen muss das Kästchen in Zeile 1 / Spalte 2 frei sind.
(l)
In allen Zeilen – mit Ausnahme von Zeile 2 – ist zuerst ein schwarzer Block vorgesehen. Deswegen kann der rote 1er-Block von Spalte 1 nur in Zeile 2 platziert werden.
(m)
In Spalte 3 ist der rote Block schon platziert. Das heißt, dort fehlt nur noch der schwarze Block. Deshalb kann das dritte Kästchen von Zeile 2 nicht rot sein und muss deswegen frei sein.

Neben den hier vorgestellten Lösungstechniken gibt es natürlich noch viele weitere. Diese werden Sie sicherlich im Laufe der Zeit selbst herausfinden. Viel Spaß dabei!

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